Das Impressum: Der Fingerabdruck des Internets. Rechtssichere Tipps für Ärzt:innen und Therapeut:innen

Das Bild zeigt einen Fingerabdruck, als Metapher für das Impressum.

Das Impressum auf Instagram für Ärzt:innen und Therapeut:innen. Unsere Tipps für rechtssichere Social-Media-Auftritte für Gesundheitsdienstleister:innen

 

Das Impressum…

…ein elendiges, aber doch so essentielles und wichtiges Thema im Netz und auch auf euren Social-Media-Auftritten! In diesem Blogartikel geben wir Tipps für rechtssichere Social-Media-Auftritte für Gesundheitsdienstleister:innen, Ärzt:innen, Therapeut:innen und eigentlich jedem, der eine Internetpräsenz, samt Social-Media-Kanälen, besitzt!

Das Impressum ist so etwas wie euer Fingerabdruck des world wide webs. Beinah jeder, der eine eigene Internetseite hat, unterliegt in Deutschland der Impressumspflicht. Ähnlich wie viele medizinische Begrifflichkeiten kommt das Wort »Impressum« aus dem Lateinischen. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie »Aufgedrücktes«. Ein Impressum gibt Auskunft über den Besitzer der Website. Hierbei sind auch Adressauskünfte und Kontaktmöglichkeiten essenziell. Was viele nicht wissen: Für alle Unternehmer, Personenmarken, Dienstleister und Freiberufler  – und somit auch für Ärzt:innen, Therapeut:innen und Gesundheitsdiensteistler:innen – gilt die Impressumspflicht auch für ihre Social-Media-Auftritte wie Instagram, Facebook und Twitter.

Das Telemediengesetz Deutschlands gibt jedem Webseitenbetreiber hier tiefergehendes rechtliches Know-How. Von besonderer Relevanz ist hierbei der Paragraph 5. Dieser besagt, dass das Impressum und die darin erhaltenen verpflichtenden Informationen jederzeit, ständig verfügbar, leicht erreichbar und unmittelbar erkennbar sein müssen. Laut dem TMG sind etwa 90% aller Webseitenbetreiber in Deutschland von der Impressumspflicht betroffen. Nämlich all jene, welche einen wirtschaftlichen oder gewerblichen Sinn verfolgen. Hierfür reicht bereits die kleine Werbeanzeige auf der Webseite eines privaten Ernährungsbloggers aus.

Hält man sich an die Impressumspflicht auf seinen gewerblichen Internetpräsenzen, wie Facebook, Instagram, Twitter aber natürlich auch der eigenen Website nicht, kommt es in der Folge oftmals zu Abmahnungen oder gar Geldstrafen. Diese kann und sollte man natürlich vermeiden!

Anders als bei Facebook, wo es für Business-Accounts ein entsprechendes Feld für das Impressum beim Einrichten oder Bearbeiten der Seiteninformationen gibt, ist dieses bei Instagram nicht vorhanden. Da das Impressum für alle Profilbesucher leicht auffindbar sein muss, bleiben einem hierfür augenscheinlich erst einmal lediglich zwei Optionen:

1.) Der Link des Impressums muss in die Instagram-Biografie oder aber

2.) Der Link des Impressums muss in das einzige klickbare »URL-Feld« (Instagram nennt dieses »Website«), welches Instagram einem Business- oder einem Content-Creator-Account in den Bearbeitungsoptionen des Profils zu Verfügung stellt.

Wir finden: Beide Optionen sind ganz schön unpraktisch. Schließlich ist es als potentieller Besucher der Website, welcher über Instagram auf euch aufmerksam wird, um einiges leichter, schöner und benutzerfreundlicher, direkt auf der Startseite der Website, dem coolen Blog oder den Leistungen des Dienstleisters zu landen, anstatt auf dem »sorry to say« laaaaangweiligen Impressum. Für uns war aus zahlreichen Gründen klar, unser Impressum kommt nicht in unser »Website-URL-Feld«, welches Instagram uns bietet.

Genauso unzufrieden machte uns die Option, unser Impressum in die Instagram Biografie zu schreiben. Je nach Länge der Website-URL nimmt das gerne eine ordentliche Anzahl an Zeichen ein. Und dabei gibt Instagram uns ja schon lediglich eine maximale Anzahl an 150 Zeichen in der Kurz-Biographie. Ganz schön wenig, um sich seinen bestehenden oder potentiellen Followern aussagekräftig vorzustellen und dabei zu überzeugen!

Die Good News an der Sache: Kopf nicht in den Sand stecken! Wir haben uns für euch einmal umgeschaut und ein paar clevere Tools gefunden, mit denen man aus der Impressumspflicht für Instagram das Beste machen kann.

Am einfachsten und simpelsten hierfür sind Apps für euer Smartphone. Diese Apps generieren in ein paar einfachen Schritten und wenigen Klicks eine Art »Mini-Website« für das Mobiltelefon. Es handelt sich hierbei um ein Template, welches euch erlaubt, verschiedene Ziel-URLs auf eine Landingpage einzubetten. So kann man von Instagram aus direkt auf die Website, gleichzeitig auf den Blog, das Facebook-Profil, zu Jameda (die Liste der Möglichkeiten ist endlos…) und zack – in einem – auf das Impressum verlinken.

Der Impressumspflicht nachgegangen? Check! Am Ende des Prozesses kommt aus dem fertigen Template (welches mit ein bisschen Know-How wunderbar individualisierbar ist) eine Short-URL heraus, welche perfekt in das klickbare »Website-Feld« eurer Instagram-Biografie gesetzt werden kann.

Schauen wir uns das ganze einmal anhand unseres Lieblings-Tools »Milkshake« an, welche es sowohl im iOS-Appstore, als auch im Google-Playstore geladen werden kann und obendrein noch komplett kostenlos ist. 

 

 

Ein Screenshot der Milkshake App im iOS App Store. Impressumspflicht für Social-Media für Ärzte und Therapeuten

 

Die App Milkshake selbst beschreibt ihr Angebot mit den Worten: »Make a free website on your phone in minutes. Turn your ‘link in bio’ into an Insta website to say more, sell more and share more. You only link once!«

Einfach ausgedrückt bedeutet dies, wie oben beschrieben: Ein einziger Link hilft euch, direkt mehrere und verschiedene Webseiten, Unterseiten eurer Internetseite, Social-Media-Profile, Youtube-Kanäle und vieles mehr zu verlinken.

Wie das ganze am Schluss aussieht? Eigentlich sehr toll! 

Auch wenn es bisher nur eine recht kleine und begrenzte Anzahl an Templates für diese Mini-Website für’s Smartphone gibt, lassen sich viele von diesen Templates beispielsweise an eure Markenfarben anpassen.

Bei uns sieht das Ganze übrigens so aus: 

Minerva Kreativagentur Milkshake Website. Ein Beispiel des Milkshake Amgebots. Minerva ist eine Kreativagentur für die Gesundheitsbranche

Ein weiterer toller Pluspunkt von Milkshake ist, dass die App euch automatisch Statistiken generiert, welche ihr abrufen könnt. So gibt die App euch beispielsweise Insights dazu, wie oft eure instagramfreundliche Mini-Landingpage aufgerufen wurde und darüber hinaus, wie oft welche der verschiedenen Links geklickt wurden. So könnt ihr sehen, wie viele Menschen über eure Milkshake-Insta-Website auf eurer Internetpräsenz, eurem Facebook-Profil oder auch auf eurem Impressum gelandet sind. Besser geht’s nicht!

Der Service namens »Linktree« bietet übrigens sehr ähnliche Leistungen wie Milkshake. Sieht dabei aber, unserer Meinung nach, nicht annähernd so gut aus. Da dies sicher Geschmacksache ist, verlinken wir diesen Service dennoch gerne in diesem Beitrag . Wer es »steriler« mag, wird hier auf jeden Fall happy!

Apropos, liebe Mediziner:innen, liebe Therapeut:innen, liebe Gesundheits-Blogger:innen! Ihr benötigt Hilfe beim Aufsetzen eurer Instagram-Biografie? Ihr möchtet, dass wir eure Social-Media-Kanäle rechtlich sicherer machen? Ihr möchtet euch an Milkshake oder Linktree wagen, aber wisst nicht so richtig wie oder habt keine Zeit dafür? Kein Thema. Wir helfen euch gerne! Get in touch!

In dem Sinne: Stay safe, stay healthy, stay legal! 

Melody & Ronja

(Dieser Blogpost verlinkt zu Apps und Internetseiten. Hierbei handelt es sich um Empfehlungen und unbezahlte Werbung. Für die hier empfohlenen Dienste erhalten wir keinerlei Vorteile, Geld oder Provisionen. Dieser Blogbeitrag enthält keinerlei Affiliate-Links.)

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